- Band 2

Georg Herwegh - Werke und Briefe. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe

Band 2

Georg Herwegh: Gedichte 1849-1875 – Nachlaß, bearbeitet von Ingrid und Heinz Pepperle, Band 2 der Werke und Briefe, kritische und kommentierte Gesamtausgabe, hg. von Ingrid Pepperle in Verb. mit Volker Giel, Heinz Pepperle, Norbert Rothe und Hendrik Stein, 556 Seiten, Bielefeld: Aisthesis 2016, ISBN 978-3-8498-1195-2. [Zum Verlag]



Einleitung

Der zweite Lyrikband in der Ausgabe der Werke und Briefe Herweghs um­faßt die von ihm selbst veröffentlichten Gedichte in der Zeit von 1849 bis zu seinem Tode 1875 sowie sämtliche Nachlaßgedichte und die hin­terlassenen, bis jetzt nur zum Teil publizierten Epigramme, Xenien, Apho­rismen und Reflexionen.
 
Wer sich für Herweghs Gedichte nach den „Gedichten eines Lebendi­gen“ interessierte, war bis in die Gegenwart auf die „Neuen Gedichte“ ver­wiesen, die 1877 in Zürich und zugleich in Milwaukee (Wisconsin) er­schie­nen. Hermann Tardel hat sie 1909 in „Herweghs Werke, in drei Tei­len“ unverändert aufgenommen, und auch Bruno Kaiser dienten sie in „Der Freiheit eine Gasse“ 1948 noch öfter als Grundlage. Dieser Sach­ver­halt soll die Bedeutung der Publikation von 1877 nicht schmälern. In ei­ner Zeit, in der man Herwegh in nicht überbietbarer Gehässigkeit und Ver­achtung gegenübertrat, war es schon ein Verdienst, wenn die völlig ver­streuten Gedichte gesammelt, veröffentlicht und vor dem Vergessen be­wahrt wurden. Auch hatte die Publikation ihre positiven Seiten. Lud­wig Pfau und seine Helfer Julius Haußmann und Emma Herwegh haben sich große Mühe gegeben, von den Gedichten so viel wie möglich zu­sam­men­zutragen. Anzuerkennen ist ebenfalls, daß sie die Texte im Prin­zip schon chronologisch geordnet darbieten. Schließlich ist es vom An­lie­gen her einnehmend, die Zäsur des Revolutionsjahres 1848 nicht be­son­ders her­vorzuheben und mit neuen Gedichten schlicht die Gedichte zu mei­nen, die nicht in den „Gedichten eines Lebendigen“ publiziert wur­den. So enthält die besondere Rubrik „Vermischte Gedichte“ 16 Tex­te aus der Zeit von 1836 bis 1848, unter denen sich Jugendgedichte, So­nette und andere interessante Verse befinden.
 
Dennoch ist diese Publikation im ganzen unzulänglich. Die Heraus­ge­ber haben sich Eingriffe in den Text erlaubt, ohne sie zu kennzeichnen. Selbst wenn man unterstellt, daß dadurch manches straffer und vielleicht auch lesbarer wurde, ist eine solche Bearbeitung nicht akzeptabel. Im Band fehlen neun Gedichte, die im Erstdruck bereits vorlagen. Umge­kehrt finden sich in ihm 15 Gedichte, die aus dem Nachlaß stammen, wie­derum ohne es zu erwähnen. Das Wichtigste aber ist im folgenden zu se­hen: Herweghs Lyrik besteht zu einem großen Teil aus politischen Ge­dich­ten, die in einem eminent hohen Maße zeitbedingt sind und die ohne Er­läuterungen der politischen und gesellschaftlichen Hintergründe schon den Zeitgenossen Schwierigkeiten bereiten konnten, spätere Generatio­nen aber vor noch größere Probleme stellten. Solche Erläuterungen aber feh­len, sieht man ab von den mehr als flüchtigen „Bemerkungen“ auf den letzten drei Seiten mit dem Hinweis auf eine Reihe Zeitungen, in de­nen Herwegh seine Gedichte veröffentlichte. Ebenso verzichten die Her­aus­geber auf irgendwelche Angaben bezüglich der von ihnen benutzten Quel­len. Waren es die Belegexemplare und Handschriften, die noch heu­te im Archiv in Liestal in beachtlichem Umfang aufbewahrt werden? Oder gab es auch Festlegungen von Herwegh oder vielleicht sogar ein Ma­nu­skript in welcher Form auch immer? Auf diese Frage ist dem Band kei­ne Antwort zu entnehmen.
 
Eine Antwort ergibt sich jedoch, wenn wir die Vorgeschichte des Ban­des be­trachten, die auch aus anderen Gründen interessant und aufschluß­reich ist, und dazu Herweghs Briefe und die aus seinem Umfeld her­an­zie­hen. In seinen Briefen ist von den „Neuen Gedichten“ mehr­fach die Re­de. Die Absicht, solche zu veröffentlichen, taucht erstmals im No­vem­ber 1859 in einem Brief an Franz Bizonfy auf, in dem es heißt, er müs­se sich „entschließen, im Laufe des nächsten Halbjahres einen Band Poesien zu publizieren“.
 
Das nächste Mal kommt das Problem zur Sprache, als Herwegh wäh­rend eines Besuches in Zürich im Spät­sommer 1861 Lassalle wiedersieht und dieser ihm das Versprechen abnimmt, bis zum 1. März des nächsten Jah­res einen Band Gedichte zu veröffentlichen. Dieses Versprechen hat Her­wegh in einem Schreiben an Lassalle vom 8. Oktober 1861 mit der Be­gründung zurückgenommen, unter Druck könne er nicht produzieren. Ver­mutlich gab es aber noch einen anderen Grund. Ludmilla Assing hat­te nämlich zur selben Zeit – sicher in Abstimmung mit Emma und Ge­org Herwegh – wegen ihrer guten Beziehungen zu Brockhaus dort ange­fragt, ob der Verlag einen solchen Band herausgeben würde. Am 18. Sep­tember konnte sie der Freundin die schriftliche Antwort übermitteln: Brock­haus machte Herwegh Elogen, schrieb, er stehe dem Anliegen wohl­wollend und mit Interesse gegenüber, auch könne bei einem „Na­men wie Herwegh“ an sich von einer vorhergehenden kritischen Prüfung kei­ne Rede sein, nur müsse er bei der „Natur der Neuen Gedichte“ we­gen der sächsischen Zensurbedingungen doch vorher Einsicht in das Manuskript nehmen.
 
In den folgenden Jahren ging die Suche nach einem Verleger weiter. Em­ma Herwegh berichtet darüber Ludmilla Assing am 28. Januar 1865: „Was nun die Herausgabe der Gedichte betrifft, so habe ich bis zur Stun­de, in der ich Ihnen schreibe, nicht fünf Minuten versäumt, sie zu betrei­ben, aber wo ich anfragen ließ, war es umsonst. – Reimanns Verhalten (In­ha­ber der Meyer-Zellerschen Buchhandlung in Zürich, die Bearbeiter) schei­nen Sie ver­ges­sen zu haben, es war schmählich und in seinen morali­schen Folgen auf ein Gemüth wie Georgs geradezu ‚unheilvoll‘. Erst ein Drän­gen 1 ½ Jahre hin­durch ihn zum Verleger zu wählen – dann, nach­dem sich G. einver­stan­den erklärt u. die Bedingungen fixirt haben will, ein An­gebot von 1000 frcs. für eine neue Herausgabe der alten und 1000 frcs. für den Band neuer Ge­dichte (auch habe ich die Briefe in Händen) – ein An­gebot, das man, wie Herw. richtig schrieb, ihm vor 21 Jahren zu ma­chen, wo er unbekannt war, nicht gewagt hätte u. es folglich abwies – Darauf ein neues Angebot v. Reimann von 3000 frcs. für eine neue Auflage der alten Gedichte von 3500 Exemplaren u. ebensoviel für die neuen, wäh­rend Georg 1 frc. pro Expl. verlangt hatte, also weiter im Markten von 500 frcs. an daran die Sa­che aber scheiterte […] Nach dieser Geschichte ver­ging Georg jeder Muth u. jede Lust zu einer Anfrage anderwärts, Sie ken­nen ihn ja wie er ist u. wie man ihm die Sachen entreißen muß.“ Emma Her­wegh schrieb weiter, sie ha­be sich nicht entmutigen lassen und Ludwig Schwei­gert gewonnen, der noch an andere Verleger herantrat, zum Bei­spiel an Meyer in Hildburghau­sen und den einflußreichen Ernst Keil, der in Leipzig die „Gartenlaube“ her­ausgab. Aber alle diese Bemühungen sind ge­scheitert, und die Gründe, das können wir hinzufügen, waren immer die­sel­ben: Honorarforderungen, ver­langte Zugeständnisse im Hinblick auf die Zen­sur und vor allem die Angst der Verleger vor dem Verbot, wie es über die „Neuen Gedichte“ von 1877 auch sofort verhängt wurde.
 
Im Jahr darauf spielten die „Neuen Gedichte“ eine Rolle im Zusam­men­hang der Insolvenz der Familie Herwegh, die beantragt werden muß­te, weil sich nach dem Tode von Emmas Vater am 30. Juni 1865 ih­re finanziellen Verhältnisse dramatisch verschlechtert hatten. Als Insol­venzverwalter war Philipp Schwarzenberg, der Gatte von Emmas Ju­gend­freundin Jacobine Sattler, bestellt worden. Er hatte Herwegh ver­spro­chen, daß er die Versteigerung der Bibliothek verhindern werde, wenn Herwegh bis zum 1. Oktober 1866 ein Manuskript seiner neuen Ge­dichte bei ihm hinterlege. Herwegh scheint diese Regelung als nicht son­derlich unangenehm empfunden zu haben. Denn in einem Brief an Dingelstedt vom 7. April 1866 bezeichnete er zwar seine derzeitige Lage als die vermaledeiteste seines Lebens, schrieb aber gleichzeitig: „Ich habe ohne­diß meine Seele dem Teufel verschrieben, oder vielmehr verkaufen müs­sen, der dieselbe am 1. Januar in der Form eines Oktavbandes holen wird.“ Da die Bibliothek am 24. und 25. April 1867 auf dem Zunfthause zum Weggen in Zürich dennoch versteigert wurde, dürfte kein Zweifel be­stehen, daß Herwegh kein Manuskript übergeben hatte.
 
Um die Jahreswende 1870 führte er die letzten bekannt gewordenen Ver­handlungen mit einem Verleger. Möglicherweise war sein langjähriger Freund Karl Mayer, Teilnehmer am dritten badischen Aufstand, zeitwei­se Mitherausgeber des Stuttgarter „Beobachters“ und Mitbegründer der süd­deutschen Demokratischen Volkspartei, derjenige, welcher an Ferdi­nand Weibert herantrat, der 1868 den Göschen-Verlag übernommen hat­te. Wie Briefe Herweghs an Weibert in der Zeit vom 21. Dezember 1870 bis 23. Juni 1871 zeigen, sind die Verhandlungen einvernehmlich ver­laufen und hatten auch unmittelbar ein praktisches Ergebnis. Im Ver­lag erschienen 1871 der erste und zweite Teil der „Gedichte eines Le­ben­di­gen“ in schöner Ausstattung als neunte Auflage. Auch war ein zweiter Band neuer Gedichte geplant, von dem Herwegh noch am 13. Novem­ber des Jahres an einen Unbekannten schrieb, daß dieser „bei Göschen in Stuttgart erscheinen wird“. Allerdings hatte Herwegh in seinem letzten über­lieferten Brief vom 23. Juni 1871 an den Verleger auch folgendes ge­schrieben: „Hochgeehrter Herr. Indem ich Sie bitte, mir für die Be­ant­wor­tung Ihres letzten Schreibens – die Herausg. des 2. Bandes betref­fend – noch einige Frist zu gewähren […]. Der Entschluß wegen des 2. Ban­des wird mir durch die gegenwärtigen politischen Conjuncturen et­was erschwert […].“
 
Was mit diesen „Conjuncturen“ gemeint ist, dürfte klar sein: die deut­schen Siege im Deutsch-Französischen Krieg, der Beitritt des Großher­zog­tums Badens zum Norddeutschen Bund am 15. November 1870, die Grün­dung des Reiches am 9. Dezember und – unmittelbar – die Nieder­schla­gung der Pariser Kommune. Aber warum dann die Äußerung vom 13. November 1871 an Unbekannt? War es Herwegh selber, der den Druck später nicht mehr wollte, oder könnte es auch Weibert gewesen sein, der unter den gegebenen Umständen die Veröffentlichung für ein zu großes Risiko hielt? Quellen für eine zweifelsfreie Antwort gibt es bis­her nicht.
 
Ein gewisses Licht in das Dunkel um die Veröffentlichung der „Neuen Ge­dichte“ bringen allerdings die folgenden Jahre. Bei Zeitungsdrucken ein­zelner Gedichte steht noch 1873 der redaktionelle Hinweis „Aus den Neu­en Gedichten“. Ob Herwegh selbst in den letzten Lebensjahren noch etwas für sie getan hat, darüber ist nichts bekannt. Sicher aber ist, daß seine Frau unmittelbar nach seinem Tode wieder aktiv wurde und da­von etwas in die Öffentlichkeit gelangte. So schrieb Gottfried Keller be­reits am 20. Mai 1875 an Ferdinand Weibert: „Wie steht’s jetzt auch mit den neuen Gedichten Herweghs? Da er tot ist, so kann er sie doch wohl nicht mehr zurückhalten, und die Frau Herwegh hat gewiß ein In­ter­esse, sie herauszugeben. Freilich, wenn neben der unzeitgemäßen Po­le­mik gegen Deutschland und seine Führer nicht ein gewisser Stock rein poetischer Sachen da ist, welche das Bittere versüßen, so könnte die Auf­nah­me unerfreulich ausfallen.“ Weibert antwortet darauf wenige Tage spä­ter: „Herweghs Nachlaß soll jetzt erscheinen, wie ich aus zweiter Hand erfahre. Von Frau Herwegh ist mir noch keine Nachricht gewor­den, und das ist wohl erklärlich. Es ist ohne Zweifel, daß sich darunter vie­les findet, das ich nicht verlegen könnte, ohne der strengsten gerichtli­chen Verfolgung ausgesetzt zu sein!“ Daraus ist klar zu ersehen: Der Kon­takt von Emma Herwegh zu Weibert war nicht unterbrochen, er selbst konnte aber derzeit die Gedichte nicht verlegen.
 
Emma Herwegh hat in den nächsten Monaten in Ludwig Pfau einen Freund gefunden, der bereit war, Herweghs Gedichte herauszugeben. Wie sich hier die Verhältnisse gestalteten, zeigen vier erhaltene Briefe, die Pfau in der Zeit von November 1875 bis Juni 1876 an Emma schrieb. In dieser Zeit wechseln aber auch Gottfried Keller und Ferdi­nand Weibert Briefe, die für die vorliegenden Probleme von großem In­ter­esse sind. Keller schreibt an Weibert am 17. Mai 1876: „Von dem Her­weghschen Nachlaß hört man auch nichts mehr; am Ende ist nichts da als ein paar Dutzend Schimpfgedichte gegen den Lauf der Welt, was scha­de wäre, denn in der Form ist er bis zuletzt Meister geblieben.“ Zwei Ta­ge später antwortet Weibert: „Der Herweghsche Nachlaß (ein Ge­dicht­band von circa 20 Bogen) hat ein eigentümliches Schicksal. In Deutsch­land kann er nicht gedruckt werden, weil er maßlos in jeder Be­zie­hung ist. Die Politik ist darin die Hauptsache und zwar sehr auf Ko­sten der Poesie. Ich höre, daß der Band im Werte weit unter den frühe­ren Gedichten steht, und Stoff und Behandlung sei bei vielen Gedichten der­art, daß man sich geradezu abwenden muß. Aber Frau Herwegh will, daß alles und jedes gedruckt werde, selbst offenbare Schimpfgedichte, wel­che den Dichter nur herabsetzen können. So wandert also das Ma­nu­skript in der Schweiz herum, um dort einen Verleger zu bekommen.“ Un­seres Erachtens ist an dieser Äußerung Weiberts nur eines wichtig: Zum ersten Mal taucht hier in der Editionsgeschichte der „Neuen Ge­dich­te“ das Wort Manuskript auf.
 
Wir können es aber dennoch nicht ernst nehmen, zum einen weil Wei­bert nur vom „Hörensagen“ spricht und zum anderen weil sein Hinweis durch Pfaus Briefe nicht bestätigt wird. Pfau gibt in seinen überlieferten Brie­fen an Emma Herwegh vom 7. November 1875 bis zum 3. Juni 1876 deut­lich zu erkennen, wie er seine Rolle bei Veröffentlichung des Nach­las­ses von Herwegh versteht und wie er über das Unternehmen denkt. Er betrachtet sich zunächst als Herausgeber und zeichnet verantwortlich für die Anordnung der Gedichte und Korrekturen im Hinblick auf vor­han­dene Varianten. Er informiert Emma darüber, daß es auch in der Schweiz schwerfalle, einen Verleger zu finden. Auch Schweizer Verleger, heißt es, bestünden auf Streichung bestimmter Stellen. Er selbst ver­handle mit Schabelitz in Zürich, bezüglich des Honorars sei die Basis ein Franken pro Exemplar. Nachdrücklich warnt er Emma, den Band auf ei­ge­ne Kosten zu verlegen, und rät ihr, dafür an ihre Freunde in Ame­ri­ka zu schreiben, damit sie Subskribenten organisieren. (Tatsächlich sind durch Vermittlung Karl Heinzens, in dessen „Pionier“ seit 1869 Her­weghs in Europa erschienene Gedichte nachgedruckt wurden, im Verlag Carl Doerflinger 1877 in Milwaukee/Wisconsin die „Neuen Gedichte“ er­schienen mit dem Druck von J. Schabelitz in Zürich.)
 
Im Hinblick auf das wichtige Problem der Quellen für die Edition gibt es dann bei Pfau zwei Bemerkungen. Die eine lautet: „Was die älteren Ge­dichte betrifft, werde ich mir das Buch von Weibert geben lassen, u. al­le die Gedichte, die mir des reifen Dichters nicht unwürdig scheinen, in den Nachlaß aufnehmen.“ Was das Buch beinhaltet, ist für uns nicht zwei­felhaft: Es ist das Album von Emma Herwegh mit Jugendgedichten Ge­org Herweghs, heute mit der Signatur Ma 86 im Archiv in Liestal. Die an­dere bezieht sich schlicht auf ein „Paket“, das ihm Emma Herwegh zu­geschickt hatte und von dem wir aufgrund einiger gut ausgewählter Text­vergleiche meinen, daß es das Material enthielt, das auch der vorlie­gen­den Edition zugrunde gelegt wird, nämlich die von den Herweghs ge­sam­melten Erstdrucke der Gedichte sowie reichlich Handschriften, die noch heute im Herwegh-Archiv aufbewahrt werden.
 
Unter den gegebenen Umständen und den Erfordernissen einer kriti­schen Ausgabe kam es zunächst darauf an, prinzipiell die von dem Dich­ter selbst veröffentlichten Gedichte von nachgelassenen zu scheiden. In die­sem Sinne enthält der erste Abschnitt 98 Gedichte, die von Herwegh selbst ediert wurden. Im Hinblick auf die Quellen für diese Gedichte war die Situation zusammengefaßt kurz folgende: Im Nachlaß fanden sich 46 Erst­drucke in Form von Zeitungsausschnitten (im Archiv ZH-Num­mern) – freilich mitunter unvollständig, d. h. mit fehlendem Titel oder Da­tum, sowie 53 Handschriften. Für 13 Gedichte aus den „Neuen Ge­dich­ten“ konnten die Erstveröffentlichungen gesucht werden, weil Pfau die Zeitungen nannte, in denen Herwegh geschrieben hatte.
 
Um die Textgrundlage zu schaffen, waren deshalb vor allem aufwendige Recherchen in Zeitungen zu tätigen. Ein Beispiel mag es verdeutlichen. Für die „Ballade vom verlorenen König“ gab es im Nachlaß einen Zei­tungs­ausschnitt ohne Datum und Zeitungstitel, nur mit einem charakteri­sti­schen Initial am Anfang eines anderen Beitrages. Anfragen bei Zei­tungs­wis­senschaftlern, aufgrund des Layouts die Zeitung herauszufinden, blie­ben ohne Erfolg. Gegeben waren aber auch die ungefähre Entstehungs­zeit, die Örtlichkeiten, in denen sich Herwegh aufhielt, sowie Personen, mit denen er zu dieser Zeit verkehrte. So führte der Weg nach Lahr im Schwarz­wald und über dessen Stadtarchiv zu Christel Seidensticker, die über das Initial die „Des Lahrer Hinkenden Boten illustrirte Dorfzeitung“ iden­tifizierte, die ihr Urgroßvater, der Lahrer Verleger Moritz Schauenburg her­ausgegeben hatte. Wie in diesem Falle waren die Nachforschungen im gan­zen meist erfolgreich. Die gesuchten Erstdrucke wurden gefunden, die feh­lenden Daten ergänzt und schließlich in diesem Zusammenhang auch noch zwei Gedichte entdeckt, die bisher nicht bekannt waren.
 
Mit den vorhandenen Erstdrucken bereitete auch das Problem der Au­tor­schaft keine besonderen Schwierigkeiten. Herwegh hat seine Gedichte zum überwiegenden Teil gezeichnet (vgl. die Nachweise im Apparat). Vor allem in den späteren Jahren sind nicht gezeichnete Verse die Aus­nah­me. Allein im ersten Jahrzehnt nach der Revolution, in Flugblättern, im „Kladderadatsch“, „Zürcher Intelligenzblatt“ und „Schweizer Han­dels-Courier“ sind die Gedichte oft anonym und pseudonym erschienen. Durch Briefe und andere Hilfsmittel konnte seine Autorschaft jedoch er­mit­telt werden, wobei nicht auszuschließen ist, daß wegen fehlender Nach­weise noch nicht identifizierte anonyme Gedichte Herweghs exi­stie­ren. Andererseits gab es aufgrund der Anonymität immer wieder Autor­schaftszuweisungen, die nach genauen Recherchen nicht über­nom­men werden konnten.
 
Aufschlußreich sind die Einblicke, die von der erarbeiteten Textgrund­la­ge her in die Publikationsmöglichkeiten gewährt werden. Erstaunlich sind die Flugblattdrucke, die – wenn auch z. T. anonym – öffentlich wahrge­nom­men und polizeilich beschlagnahmt wurden. Herwegh hatte kein „Haus­blatt“, in dem er jederzeit seine Gedichte unterbringen konnte. Viel­mehr lassen sich – neben einigen Veröffentlichungen in Büchern und mehreren Nachdrucken – 18 Zeitungen und Zeitschriften auflisten, in denen sich die Erstdrucke verstreut finden. Unter ihnen sind fünf Zei­tungen, die relativ viele Gedichte enthalten: das „Zürcher Intelligenz­blatt“, der „Kladderadatsch“, der „Schweizer Handels-Courier“, der Stutt­garter „Beobachter“ und die „Tages-Presse“ in Wien. Daneben gibt es aber auch Organe, in denen sich nur einige oder ein einziges Gedicht fin­den: die Wiener „National-Zeitung“, der „Nürnberger Anzeiger“, die Ber­liner „Reform“, die „Demokratische Zeitung“ in Berlin, die „Mann­hei­mer Abendzeitung“, der „Volksstaat“, der „Nordstern“, die „Frank­fur­ter Latern“, die „St. Galler Zeitung“ u. a.
 
Alle diese Medien hatten ein demokratisches, z. T. auch sozialdemo­kra­tisches, zumindest ein liberales und freiheitlich-oppositionelles Ge­prä­ge. Dazu kam noch etwas anderes. Bei vielen dieser Zeitungen hatte Her­wegh engere Beziehungen zu den Herausgebern und Redakteuren, die sich als Fürsprecher für die Veröffentlichung seiner poetischen Produk­tionen einsetzten bzw. ihn zu solchen anregten. Einige Persönlichkeiten sei­en hier erwähnt: August Friedrich Härlin, der eine Zeitlang Redakteur beim „Zürcher Intelligenzblatt“ war, Wilhelm Ernst Dohm, der neben Da­vid Kalisch den „Kladderadatsch“ leitete, Karl Mayer und Julius Hauß­mann, die am Stuttgarter „Beobachter“ wirkten, und Moritz Gans-Lu­dassy, der im Nachmärz großen Einfluß auf die Wiener Presseland­schaft ausübte und Herwegh sogar um ein Eröffnungsgedicht für die von ihm gegründete „Tages-Presse“ bat.
 
Zum Abschnitt der nachgelassenen Gedichte möchten wir voraus­schik­ken, daß sich hier naturgemäß Texte in unterschiedlichen Bearbei­tungs­stu­fen finden: für den Druck mit Hinweisen an die Redaktion ver­se­hene Rein­schriften, in Redaktionen liegengebliebene oder nicht ange­nom­mene Texte, nicht abgeschlossene Bearbeitungen, Varianten veröf­fent­lichter Ge­dichte, Fragmente, mehrere Entwürfe zum selben Gedicht, No­tizen etc. Bezeichnenderweise nannte Fleury eine seiner letzten Text­ver­öf­fent­li­chungen, deren Fortsetzung der Erste Weltkrieg verhinderte, „Neuere Bruch­stücke aus Herweghs Nachlaß“.
 
Die Poesien aus dem Nachlaß haben auch einen Umfang von 98 Ge­dich­ten. Mit einer Reihe von Widmungsversen sind es 13 Gedichte, die hier erstmals veröffentlicht werden. Etwa ein Drittel der posthum publi­zier­ten Gedichte ist verstreut veröffentlicht worden. In der Hauptsache fin­den sich diese Gedichte in den „Neuen Gedichten“ von 1877, in den Ar­beiten Fleurys („Aus Herweghs Nachlaß“ 1911, „Neuere Bruchstücke aus Herweghs Nachlaß“ im „Euphorion“ 1913) sowie in Bruno Kaisers „Der Freiheit eine Gasse“ (1948). Für die Details sei auf die Nachweise im Ap­parat verwiesen.
 
Im vorliegenden Band werden die Gedichte nach den Handschriften ediert, die in 86 Fällen vorhanden sind. Den restlichen wird der posthu­me Erstdruck zugrunde gelegt. Die Datierung der Nachlaßgedichte war nicht wie bei den veröffentlichten gegeben und mußte ermittelt werden. Um die Anlage übersichtlicher und lesbarer zu gestalten, wurden Ge­dich­te zusammengefaßt und dann innerhalb dieser Gruppen versucht, der Chronologie Rechnung zu tragen. So ergaben sich Jugendgedichte, Ge­dichte an Personen, politische Gedichte vor und nach der Revolution, son­stige späte Gedichte, Album- und Widmungsverse.
 
Ein weiterer Abschnitt umfaßt Epigramme, Xenien, Aphorismen und Re­flexionen. Auch in diesem Teil ist der Umfang des bisher Unveröf­fent­lich­ten nicht übermäßig groß. Bei Epigrammen, Xenien sind es sie­ben Tex­te, die hier erstmals publiziert werden, von den 136 Aphorismen gibt es 40, die noch unbekannt waren. Enthalten sind die posthumen Erst­drucke der Epigramme, und Xenien – von wenigen Einzeldrucken ab­ge­se­hen – in Fleurys „Aus Herweghs Nachlaß“ und Bruno Kaisers „Der Frei­heit eine Gasse“. Das gleiche gilt für Aphorismen und Reflexionen, nur ist hier zu ergänzen, daß sich Drucke auch im „Sim­pli­cis­si­mus“ und in der „Gegenwart“ finden. Auch diese Hinterlassenschaft wird nach den Hand­schriften ediert. Bei den Xenien fehlen lediglich sie­ben handschrift­li­che Quellen, zehn sind es bei den Aphorismen und Re­flexi­onen.
 
Das hier zu lösende Problem war wie bei den nachgelassenen Gedich­ten die Anordnung und in Einzelfällen die Datierung. Victor Fleury, der von den Aphorismen bereits einen überaus großen Teil veröffentlichte, hat­te auf Grundlage von Herweghs Notizbüchern die Zeitangabe ihrer Ent­stehung ermittelt und die sichere in runden, die mutmaßliche in ecki­gen Klammern angegeben. Er hatte aber gleichzeitig – offenkundig der bes­seren Lesbarkeit halber – die Texte inhaltlich in mehrere Gruppen zu­sammengefaßt und dabei die Chronologie aufgehoben. Obwohl ein sol­ches Vorgehen manches für sich hat, entschieden sich die Bearbeiter, dem Charakter der Ausgabe entsprechend, der Chronologie den Vorzug zu geben. In diesem Sinne bleibt Fleurys Veröffentlichung der Grund­stock, in die wiederhergestellte Chronologie wurden die noch aufgefunde­nen Aphorismen eingeordnet.
 
Etwas anders verhält es sich in bezug auf die Epigramme und Xenien. Hier liegt in der Handschrift von Emma Herwegh mit Korrekturen des Dich­ters selbst eine Zusammenstellung vor, die für die Publikation eines „Xe­nien-Projektes“ mit Vignetten von dem 1844 verstorbenen Martin Di­steli gedacht war. Obwohl August Adolf Ludwig Follen aus diesem Ma­nu­skript für die Druckvorlage des zweiten Teils der „Gedichte eines Le­ben­di­gen“ Ende 1843 schon 75 Xenien auswählte, stellt der verbliebe­ne Teil noch immer eine gute Grundlage für einen separaten Druck dar, in den die anderen in den Handschriften aufgefundenen Xenien chrono­lo­gisch zu­geordnet wurden.
 
Der Zugang zu Herweghs Gedichten aus der zweiten Lebenshälfte er­schließt sich am ehesten über die Geschichte. Herwegh ist seit frühe­ster Zeit sehr fest überzeugt, daß Kunst und Literatur, auch die politi­sche Lyrik, mit ihren kritischen Inhalten („Jeder Dichter steht in Op­po­sition mit dem Staate, auch mit dem besten.“) die Denkweise der Men­schen verändern und damit den Gang geschichtlicher Prozesse be­ein­flussen können. An dieser Überzeugung konnte auch der unglückli­che Verlauf der Revolution von 1848/1849 nichts ändern. Ihr Schei­tern aber hatte er nicht nur bedauert, sondern im Hinblick auf Deutschland ge­radezu als eine Tragödie empfunden. Er erlebte, wie nach der Revo­lu­tion die Justiz wütete und jede freie Meinungsäußerung un­terdrückt wur­de, wie man Errungenschaften, die in einigen deut­schen Ländern be­reits vor 1848 erkämpft bzw. zugestanden waren, wie­der beseitigte, wie das politische Leben zum Erliegen kam, wie sich ein Pessimismus aus­breitete – man denke an die Äußerung Alexander Her­zens: „Europa schläft nicht, Europa stirbt“, geschrieben zur Zeit der Freundschaft mit Her­wegh – und wie ehemalige Mitstreiter im Kampf für Einheit und Frei­heit in Scharen ihre Gesinnung änderten und sich den neuen Ver­hält­nissen anpaßten. Vor allem aber mußte er zu­sehen, wie die Eini­gung Deutschlands, die schon 1848 auf der Ta­ges­ord­nung stand, nun kom­men sollte, allerdings nicht so, wie er es erhofft hatte, sondern als Reichs­einigung von oben, eine Einigung unter der Vorherrschaft Preu­ßens mit all seinen zwiespältigen Traditionen und vollzogen in drei blu­ti­gen Kriegen.
 
Dieses Geschehen hatte für Herwegh aber Begleit- und Folgeerschei­nungen, die in seinen Gedichten deutlich zum Ausdruck kommen und die sich, wenn man will, lesen lassen wie ein guter poetisch und vorwie­gend satirisch verfaßter Kommentar zu den Hauptbegebenheiten der deut­schen und im weiteren Sinne der europäischen Geschichte. Da ist zu­erst für Deutschland der schon nicht mehr gesunde Patriotismus, weil ihm der völkerverbindende Charakter abhanden kommt. Weiter konsta­tiert Herwegh einen entstehenden Chauvinismus, der sich in weiten Krei­sen ausbreitet und wohl seinen unverhüllten Ausdruck in den „He­rolds­rufen“ Geibels in dem Gedicht „Deutschlands Beruf“ aus dem Jah­re 1861 findet, in dem es heißt: „Und es mag am deutschen Wesen / ein­mal noch die Welt genesen“. Drittens konnte Herwegh nicht übersehen, wie sich nach den Siegen des preußischen Heeres über Dänen, über Öster­rei­cher und schließlich 1870/1871 über Frankreich eine Vorliebe fürs Mili­täri­sche, ein Militarismus ausbreitete, der in alle Bereiche der Ge­sell­schaft eindrang. Für Herwegh konnte dies alles zusammengenommen nichts Gutes verheißen. Im Februar 1871 hat er sein Gedicht „Epilog zum Kriege“ veröffentlicht, aus dem neben dem „Bundeslied für den ADAV“ wohl am meisten zitiert wird. Dort finden sich die drei Zeilen: „Du bist im ruhmgekrönten Morden / Das erste Land der Welt gewor­den: / Germania, mir graut vor dir!“ Man ist gut beraten, ob dessen aus die­sem Dichter nicht einen Propheten zu machen. Aber auch umgekehrt: Wer immer sich mit dem Geist des Wilhelminischen Kaiserreiches be­schäf­tigt und nicht umhin kommt, diesem Ungeist eine Mitschuld an der Ka­tastrophe von 1914 zuzuschreiben, der muß Herwegh den ihm gebüh­ren­den Platz in der deutschen Literatur und Geschichte zuweisen und da­durch beitragen, daß das „Trauerspiel“ (Walter Pape) um die Rezepti­on seines Werkes ein Ende findet.
 
Mit alledem ist nichts gesagt über die Gedichte im einzelnen, über Form und Ästhetik und auch nichts gegen diejenigen, die, in der Traditi­on Friedrich Theodor Vischers stehend, sich mit der politischen Lyrik schlecht­hin nicht anfreunden können. Literaturwissenschaftler, Ästheti­ker, Schriftsteller mögen darüber streiten, auch der interessierte Leser ist ge­fragt.
 
Der Band ist von Ingrid und Heinz Pepperle erarbeitet worden. Die Text­konstitution hat Ingrid Pepperle übernommen. Heinz Pepperle bemüh­te sich um den Apparat, indem er die gesellschaftlichen und politi­schen Hintergründe der Gedichte aufklärte und die Mehrheit der Erläu­terungen schrieb. Hendrik Stein hat für die Darbietung der Epigramm- und Xenientexte mit der Erforschung des „Xenien-Projekts“ eine gute Vor­arbeit erbracht und den Bearbeitern mit Rat und Tat zur Seite gestan­den. Veit Friemert hat die digitale Fassung erstellt und in die vorliegende Form gebracht.
 
Die Bearbeiter des Bandes möchten für vielfältige Unterstützung bei Re­cher­chen und Problemlösungen danken: dem Herwegh-Archiv im Dich­ter­museum Liestal, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach/N., der Schwei­zerischen Nationalbibliothek Bern, der Zentralbibliothek Zürich, den Universitätsbibliotheken in Basel, Berlin, Heidelberg, Jena, Leipzig, Mar­burg und Wien, den Staatsbibliotheken in Bamberg, Berlin, München, der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, den Stadtbibliotheken in Nürn­berg und München, den Landesbibliotheken in Dresden, Kiel, Stutt­gart, dem Zeitungswissenschaftlichen Institut Dortmund, dem Archiv der Staat­lichen Kunstsammlungen Dresden, den Stadtarchiven von Baden-Ba­den, Bayreuth, Fulda, Köln, Lahr/Schwarzwald, München, Stuttgart, Würz­burg, Wuppertal sowie Gerd Callensen in Wien, Jan-Christoph Hau­schild in Düsseldorf, Martin Stohler in Basel, Christel Seidensticker in Lahr, Martin Fontius, Rainer und Johanna Rosenberg in Berlin.
 
Berlin, 1. Juni 2016
Ingrid und Heinz Pepperle
 
Quellen:
 
Georg Herwegh an Franz Bizonfy am 17. Nov. 1859, Briefe II, S. 253.
 
Georg Herwegh an Ferdinand Lassalle am 8. Okt. 1861, Briefe II, S. 281.
 
Ludmilla Assing an Emma Herwegh am 18. Sept. 1861, HA Liestal, BRH 1005.
 
Emma Herwegh an Ludmilla Assing am 28. Jan. 1865, DL Marbach, A: Herwegh Familie 2337.
 
Emma Herwegh an Georg Herwegh am 3. u. 21. Sept. 1866 über Schwar­zenbergs Versprechen, HA Liestal, BRH 2066 u. BRH 2067.
 
Georg Herwegh an Franz Dingelstedt am 7. Apr. 1866, Briefe II, S. 377.
 
Georg Herwegh an Ferdinand Weibert vom 21. Dez. 1870 bis 23. Juni 1871, Briefe II, S. 438-445.
 
Georg Herwegh an einen Unbekannten am 13. Nov. 1871, Briefe II, S. 450.
 
Gottfried Keller an Ferdinand Weibert am 20. Mai 1875, in: Keller, Gott­fried: Gesammelte Briefe, hg. v. Carl Helbling, Bd. 3/2, Bern 1953, S. 253.
 
Ferdinand Weibert an Gottfried Keller am 25. Mai 1875, in: Baechthold, Ja­kob: Gottfried Kellers Leben. Seine Briefe und Tagebücher, Bd. 3, Ber­lin 1897, S. 185.
 
Ludwig Pfau an Emma Herwegh vom Nov. 1875 bis Juni 1876, HA Lies­tal, BRH 666-672.
 
Gottfried Keller an Ferdinand Weibert am 17. Mai 1876, in: Keller, Gott­fried: Gesammelte Briefe, hg. v. Carl Helbling, Bd. 3/2, Bern 1953, S. 269.
 
Ferdinand Weibert an Gottfried Keller am 19. Mai 1876, ebd. S. 271.
 
Briefwechsel Emma Herwegh und Karl Heinzen, HA Liestal, BRH 449-454.
 
Ludwig Pfau an Emma Herwegh am 7. Nov. 1875, HA Liestal, BRH 667.
 
Georg Herwegh an Moritz von Gans-Ludassy am 16. Dez. 1869, Brie­fe II, S. 431.
 
Georg Herwegh: Dichter und Staat, FP, S. 36.
 
Pape, Walter: „Hurra, Germania – mir graut vor dir“: Hoffmann von Fal­lers­leben, Freiligrath, Herwegh and the German Unification of 1870/71, in: 1870/71-1989/90: German Unifications and the Change of Literary Dis­course, hg. v. Walter Pape, Berlin New York 1993, S. 107-134; desgleichen: Ox­ford German Studies, vol. 22, Juli 1994, S. 134-167.
 



Inhaltsverzeichnis Band 2

Einleitung
    
Gedichte 1849-1875    
    Mein Deutschland strecke die Glieder
    Hecker
    Im Frühling!!
    Herr Kadett.
    Er tröstet sich.
    Die drei Juden des Kredits.
    Bonaparte couche!
    Kürassiere Clam Gallas, durch München ziehend.
    Zum eidgenössischen Schützenfest.
    Ein neues Lied nach alter Weise.
    Ihr lieben Männer von Eisenach!
    Auch ein Fortschritt.
    Was macht Deutschland?
    Die Schillerfeier in Zürich.
    An etliche Männer zu Frankfurt.
    Harmlose Gedanken.
    I.    Deutschland, sie sagen, du hängst den Kopf! –
    II.    Deutschland ist ein romantischer Staat
    III.    Du hängst den Kopf, dein Herz ist schwer
    Dies ist die neuste Elegie von Chablais und Faucigny.
    ♪♪♪_ ♪♪♪_ ♪♪♪
    Eine Stimme aus der Ferne.
    Hyperborriesmus.
    Deutschland erklärt!
    Deutschland erklärt [zweite Fassung]
    Zur Feier des 18. Juni 1860.
    Harmlose Gedanken eines „Undeutschen.“
    I.    ? Die Vorfrage.
    II.    Das sind die Kämpfer für Recht und Licht!
    A bout portant.
    Harmlose Gedanken. (Fortsetzung von früher.)
    I.    Nationalvereinsgermane
    II.    Nationalvereinsgermane
    III.    Doch erst Abends bei der Bowle
    Harmlose Gedanken. (Fortsetzung.)
    Harmlose Gedanken. (Fortsetzung.)
    Altes und Neues aus dem deutschen Reiche.
    Nebelbilder.
    Was Deutschland will.
    Zum neunzehnten Mai.
    Ultimatum.
    Armes Frankreich.
    Ἔσσεται ἦμαρ.
    Herr Wilhelm.
    I.    Und immer mehr, und immer mehr
    II.    „Von Gottes Gnaden ist mein Thron!
    III.    Biblische Geschichte.
    IV.    Nicht mit sanftem Klagelaut
    Zweckessen.
    Heinrich Heine.
    1.    Mit uns Allen geht es ex
    2.    – – – – – –
    3.    Deine Schuhe drücken dich
    Einem Andern.
    Zum Fürstentag.
    Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein.
    Ferdinand Lassalle.
    Ex ossibus ultor.
    Die Soziale.
    Wilhelm der Raßler, oder Viel Lärmen um Nichts.
    Der neue Polyphem.
    An R. Wagner.
    I.    Vielverschlagner Richard Wagner
    II.    So in Prosa und in Reimen
    Macte puer –
    Reiseblätter. München.
    Ein neuer Leich vom himmlischen Reich.
    Alle Neun.
    Aux armes, citoyens!
    Aux armes, citoyens ! [zweite Fassung]
    Kampfprolog im Himmel.
    Schwäbische Kunde.
    Guter Rath.
    Les rois s’en vont.
    Les rois s’en vont. [zweite Fassung]
    Bekehrungsstrophen für meine schwäbischen Freunde.
    Ballade vom verlorenen König.
    Der Schwabenkaiser.
    Le grand directeur.
    „Ich hatt’ einen Kameraden.“
    Zwei Lieder.
    1.    Die Liebe ist ein Edelstein
    2.    So sprach zum Tropfen Thau die Welle
    Fromme Wünsche.
    Chlodwig.
    Die Dichter des Augustus oder der neueste Sängerkrieg.
    Immer mehr!
    Tristia.
    Antwort.
    Abgeblitzt.
    Zwei Seelen wohnen auch in meiner Brust –
    Abfertigung
    Ein Gruß G. Herweghs an die Wiener Burschenschaft „Freya“
    Fiat justitia! Vivat mundus!
    Code Bismarck.
    Schaffot – Zuchthaus.
    Endlich!
    Der schlimmste Feind.
    Epilog zum Kriege.
    Den Siegestrunkenen.
    Groß.
    Die Namen.
    Dilemma.
    Kaisergrütli.
    Jesuiten-Feldzug.
    Liberales Jagdvergnügen.
    Seinem Ludwig Feuerbach
    Post festum.
    Zur neuen Glaubenslehre.
    Golgatha.
    An Richard Wagner.
    Ende gut, Alles gut.
    Achtzehnter März.
    Eine Antwort.
    Das historische Recht.
    Phyloxera ante portas.
    
Nachgelassene Gedichte    
    Jugendgedichte    
        Arbor habet flores pulchros hoc tempore forma
        Ernst begrüßen wir die ersten Stunden
        Von einem Schrank an grauer Klosterwand
        Märchen.
        Wenn ich zu dem Liebchen gehe
        Da geht sie nun, im Lockenhaar
        Die Kerzen, die hellen
        Zu Abend will es mit mir gehen
        Gewitter
        Die Sonne schien, die Knospe sprang
        Die Sonne hat ihr letztes Roth
        Durchtobt in wildem Flusse
        Der Lenz ist da – mit blauem Auge grüßt er
        Wer singen will, den laßt doch immer singen
        Ein neues Leben hat die Kunst begonnen
        Nur ein Diplom!
        Ihr saht wohl manchen holden Leib
        Der Wasserfall
        Erotisch
    Gedichte an Personen    
        Einer hübschen Schauspielerin.
        Blieb nicht verschlossen stets mein Mund
        O laß sie strömen, Deiner Seele Gluten!
        O schönes Mädchen, liebe mich!
        Improvisirt
        Gessners Monument.
        An L. Feuerbach
        An F.
        An Emma
        An Marie d’Agoult
        Lermontow
        Es naht die Nacht
        Sie war, sie war mein eigen
        Ich weiß, dein Vater war der Wind
        Ich bin nicht ganz von Dir getrennt
        An Franz Liszt
        In zwei Tagen
        An Cosima von Bülow ins Album
        An Emma zum Geburtstag
        Zu Reuleaux’s Abschieds-Feier
    Politische Gedichte bis 1848
        Ich habe Reißaus genommen
        Was will der Knabe in dem Ocean
        Nicht abgefallen bin ich den Camönen
        Der deutsche Rhein und das deutsche Volk.
        Herr Gott, erhalte Alles
        Ein einig Deutschland bis zum Belt
        Ich geisselt’ jüngst im Uebermut
        Da zog sich der König in Jammer und Graus
        Veni, creator spiritus
        Und ihr, o Führer, Reuter aus dem Bügel
        Stoßseufzer.
        Dem Frankfurter Parlament
        Dulce et decorum est
    Politische Gedichte nach 1848
        Du Burg in Wien
        (Deutschland schläft noch nicht genug) oder Klagelied eines Elberfelders.
        Es sitzen die Schuster
        Sie feiern Schiller
        Die Garibaldi-Hymne.
        Hört man wie in diesen Tagen
        Zur Krönung Wilhelms I.
        Von Gottes Gnaden! Ruft die Schaar
        Die acht und vierzig Stunden.
        An die Parlamentarier
        Par ordre du Mufti
        Der Nürnberger-Bierkrieg.
        Die Arbeiter an ihre Brüder.
        Ultimatum an die Kleinen.
        Reiseblätter – Karlsruher Schützenfest 1867.
        Bald werden’s neunzehn Jahre sein
        Pas de zèle!
        Den schwäbischen Freunden.
        Man schlägt sich, man verträgt sich.
        Ich habe für die Einheit geschwärmt
        Der Mensch fängt beim Baron erst an
        Bei Einführung der Höflichkeit in der französischen Armee.
        Den Reichstäglern.
        Von dem Thron der Kinderstube
        Immer stärker!
    Sonstige späte Gedichte
        Gib acht!
        Zur Hochzeit vom Herrn Weber in Baden-Baden
        Einer Frauenzeitung bestimmt
        Streut sie nur nach allen Winden
    Album- und Widmungsverse    
        Auf Blumenpfaden
        An Ferdinand Kommerell
        An Friedrich Rohmer
        Virtus in extremis!
        Jedes Schneegänschen
        Auch der Sänger soll sein Scherflein
        An Alfred Meißner
        Einen Freund von Autographen
        Frau Anastasia Gräfin von Wimpffen.
        In’s Gedenkbuch der Frau von Suckow
        Dedikation der „Gedichte eines Lebendigen“
        Georg Herwegh-Eisenbahnautograph
        Ins Album der Gräfin Zeppelin-Aschhausen
        Ins Album der Gräfin Zeppelin-Aschhausen
        Antwort auf einen Spruch der Gräfin Zeppelin-Aschhausen
        Bei Ueberreichung einer Schale mit dem Bild der Diana
        In demselben Briefcouvert
    Epigramme und Xenien    
        1.    Gibt es nicht schon hier im Erdental
        2.    Was geht euch doch der Himmel an
        3.    Heuchlerisch Kreuz! Du Schwert, deß Spitze sich gegen die Erde
        4.    Meiner Mutter –
        5.    Willst dich auch der Zeit ergeben?
        6.    Dem Volke
        7.    O Land der Orden und der Titel
        8.    Bisher blieb er im Land, vierfüßig waren die Helden
        9.    Bruno Bauer und der König von Preußen
        10.    Gehet sie auch nicht auf im Westen die Sonne der Zukunft
        11.    Ihr Herodesse mordet umsonst, und eurem Schwerte
        12.    Wißt ihr warum Amor jetzt Bundesgenosse der Fürsten?
        13.    Und doch trägt jeder unbewußt
        14.    Die neue Begründung der literarischen Zeitung
        15.    Deutschland
        16.    Frage
        17.    Wer nicht auf Pergamente baut
        18.    Gern rief’ ich zu Zeugen die pochenden Herzen der Jugend
        19.    Freiheit rufen wir wohl, doch weniger traun als der Knabe
        20.    Laßt die Dichter doch mit Politik sich beschäftigen.
        21.    Wenn noch das Volk von Liebe was verstünde
        22.    Freundlich erinnern die Pfaffen sich hier noch deiner und rühmen
        23.    Fliehe, wohin du willst, selbst im Paradiese besitzt noch
        24.    Gerne noch leucht’ ich am Abend – auch mit den Farben des Friedens.
        25.    Laube
        26.    Schmelzet die Götzen zusammen im Feuer der christlichen Liebe.
        27.    Absetzung
        28.    Gehe mir aus dem Lichte – so bittet der Grieche
        29.    Christliche Demagogie – du suchst auf Erden die Freiheit
        30.    Die Freiheit
        31.    Traun! mich wundert, wie einst mit solch erbärmlichen Zirkel
        32.    Das X-thum
        33.    Raphael
        34.    Freiligrat und Geibel
        35.    Ob er aus Ueberzeugung katholisch geworden?
        36.    Allegorisch verklärt der christliche Glaube die Kunst hier.
        37.    Welch ein schuftiger Wirt! Gott schriebe mit doppelter Kreide
        38.    Was hat die liebe deutsche Kunst
        39.    Völker, versteht euch doch und reicht euch freudig die Hände
        40.    Betet ihr Fürsten zum Kreuz; ihr habt ihm Alles zu danken
        41.    4. September
        42.    Strauß
        43.    Der Liberale
        44.    Der Philosoph
        45.    Hol’ euch Alle der Teufel! Ihr bliebt ja ewig im Dunkeln
        46.    Die Allgemeine Zeitung geht wie die Huren im Dunkeln
        47.    Die Zeit
        48.    Am Vesuv
        49.    O Freund der Wahrheit laß dir raten
        50.    Ihr könnt Euch heiser schreien
        51.    Ihr thätet beßer euch schämen
        52.    Religion und Philosophie
        53.    Das historische Recht!
        54.    Ach wie liebt ihr sie doch die Griechen, Römer und Franken!
        55.    Auferstehung – o Genügen!
        56.    Arme Völker! seht sie knieen Freiheit heischend an den Thronen
        57.    Die neue Poesie
        58.    Die Botschaft
        59.    Bis hieher und nicht weiter! das ist die Grenze der Freiheit.
        60.    Ein prasselnd Feuer sei der Witz, hier seh’ ich nur Kathederschweiß
        61.    Leichenrede der Hallischen Jahrbücher
        62.    Dem Korn gleich fiel ich schwer zu Boden
        63.    Berlin
        64.    Auch du, Romantikus, schweig’ still!
        65.    Ich denk’ aber, Ihr laßt nun den Firlefanz
        66.    Nicht am freundlichen Tag will sich der Saamen entfalten
        67.    Kein Dompfaff mehr, den ich nicht hörte
        68.    Wie schweifen im unendlichen Meer
        69.    Zu viel!
        70.    Doch das Volk, der Lazarus, liegt zu lange begraben
        71.    Jakob Venedey
        72.    Nero spielte den Polichinell, und die Polichinelle
        73.    In Frankreich hat die Revolution ihre Kinder verschlungen
        74.    Siehst du, Herr, spricht der Minister
        75.    So oft das Blut wie Wasser floß
        76.    O ja – Wir reichen am Schluß
        77.    Es singen die Thoren
        78.    Ich liebe Deutschland
        79.    Sind es schlechte Witze
        80.    R. W. deutscher Reichsgeneralzukunftsmusikdirektor.
            
Nachgelassene Aphorismen und Reflexionen    
    1.    Die früheren Weisen
    2.    Wenn ihr keine Hände mehr habt
    3.    Erschafft oder repräsentirt die Presse
    4.    Die Literatur aus der Zeit
    5.    Der politische Dichter
    6.    An die französischen Regirungsblätter
    7.    Mein Pegasus das Pferd Mazeppas
    8.    In Paris.
    9.    Unsere Zeit
    10.    O hätt ich die Posaune
    11.    An Feuerbach und Strauß
    12.    Die Literatur von 30
    13.    Bis sie ausgeheuchelt haben
    14.    Die Kreuzzüge, die Revolutionszüge.
    15.    Hamburg
    16.    An die Türen will ich schlagen
    17.    Gewiß wird auch der neue Stern
    18.    Wirf einen Stein ins Wasser
    19.    Und glaubt ihr wohl, daß ohne Wehen
    20.    Platen.
    21.    An Freiligrath
    22.    Man wirft den Kot auf die Altäre
    23.    Meine Sympathie und Antipathien mit und gegen Göthe.
    24.    Die neue Geschichte
    25.    Lehren der Geschichte.
    26.    Gotische und griechische Tempel.
    27.    Das Drama.
    28.    Orpheus zähmte
    29.    Nicht geopfert hat man die deutschen Völker
    30.    Alles lindert die Zeit
    31.    Der Deutsche braust wie das Meer
    32.    Lieber Freund
    33.    Die Völker danken den Königen
    34.    Wer gab dem Volk von je die meisten Feste?
    35.    Paläste sind Ballast geworden.
    36.    Auf Koth macht Alles einen Eindruck.
    37.    Rom hat nur Asche, kein Feuer mehr.
    38.    Der Canaille die Freiheit geben?
    39.    König und Pöbel sind mir verhaßt
    40.    Erst ein Leben, und dann eine Kunst!
    41.    Das fromme Pack läßt auf Erden
    42.    Das Talent schmeichelt
    43.    Erst wenn das Geschlecht frei
    44.    Die Communisten
    45.    Gebt den Völkern!
    46.    Winzige Herrscher
    47.    Der Demokratismus
    48.    Abschaffung der Freiheit
    49.    Die Wahrheit ist dem Deutschen ein Leichnam
    50.    Blut soll fließen
    51.    Wie verhaßt wird den Reichen das Christenthum werden
    52.    Baut ihn aus, den Kölner Dom
    53.    Wir haben die Schneide
    54.    Die Freiheit, die nicht Poesie
    55.    Man vergoldet uns die Ketten
    56.    Die ganze Stimmung, die nicht dogmatisirt
    57.    Die politische Poesie ist ein Umweg
    58.    Ihr glaubt an Gott
    59.    Ein Volk, das nicht frei sein will
    60.    Feuerbach und Schelling.
    61.    O deutsches Volk
    62.    Was wirkt, das ist.
    63.    Welche Rechte hat der Mensch?
    64.    Der absolute Wert der Bücher hat aufgehört.
    65.    Das letzte Ziel unserer klassischen Literatur
    66.    Was man gelernt ist Lüge
    67.    Philosophie und Poesie scheinen
    68.    Die Philosophie hat keine Professoren
    69.    Politische Lyrik!
    70.    Ich hasse das Absolute
    71.    Warum sollen nur die Sünden der Revolution
    72.    Jetzt, da die Hegelische Philosophie
    73.    Die einzige Unsterblichkeit
    74.    Lord Byrons letzte Zeilen
    75.    Der Mensch soll nach Schelling schuld sein
    76.    Schelling
    77.    Als Fichte zur Nation redete
    78.    Schelling
    79.    Wehe der Philosophie
    80.    Schelling hat uns von je
    81.    Erkenne dein Wesen
    82.    Fichte und Schelling
    83.    On adore les rois, comme Ahriman
    84.    Gesinnung ist keine Poesie?
    85.    Politik und Poesie, – politische Poesie
    86.    Unsere Literatur muss sich zu der Würde
    87.    Nur das Volk kann das Volk retten.
    88.    Wär’s noch die Liebe
    89.    Nur wer leidet
    90.    Der Glaube der Communisten an die Sache.
    91.    Feuerbach und die Schwaben.
    92.    Gebt neue Thaten
    93.    Das Licht, das andern leuchten soll
    94.    Mit der Freiheit sind auch alle Grazien entflohn.
    95.    Das Gericht, das wir auf Erden
    96.    Keinem eine Scholle
    97.    Wollt ihr besitzen, wie die Reichen
    98.    Ich wollte allein frei sein
    99.    Die Freiheit ist in keiner Partei
    100.    Prometheus hat das Feuer
    101.    Der Mensch, Selbstzweck
    102.    Die Freiheit der Welt ist solidarisch.
    103.    Wer nichts besitzt, ist besessen.
    104.    Lieber ein Jahr gesungen
    105.    Der freie Mann kennt nur ein Heut
    106.    Die rothen Tage (im Kalender)
    107.    Wie die Franzosen, hat auch uns
    108.    Ihr klagt Fürsten, ihr klagt Minister an
    109.    Der Dichter sei der Gletscher
    110.    Schafft dem Lande die Freiheit
    111.    Solidarität der Freiheit.
    112.    Die Franzosen können die Freiheit beweinen
    113.    Milton zuerst Politiker
    114.    Die Deutschen wissen
    115.    Was ist der Beruf des Dichters?
    116.    Die Menschheit wird durch die geschmähte Hefe
    117.    Der deutsche Geist war bis jetzt die Säule
    118.    Was soll ein einzelner großer Mann?
    119.    Hoffe nichts von Oben.
    120.    Lothringen wollt ihr?
    121.    Der Wein läuft trüb aus der Presse.
    122.    Religion! denn die Menschen sind schwach
    123.    Ein Krösus ist besessen
    124.    Eine Zeit, in der das Gold mordet
    125.    Gott ist zum Heil der Welt gestorben.
    126.    Das Christentum, die religiöse Carricatur
    127.    Wir handeln
    128.    Pourquoi juge-t-on la poésie
    129.    Die rothe Farbe erschreckt Euch?
    130.    Deutschlands Erbfeind ist Preussen.
    131.    Der beste Beweis, dass Frankreich
    132.    Das stinkende Eigenlob
    133.    Um uns nicht durch den Krieg ruinieren zu lassen
    134.    Wir brauchen Elsaß und Lothringen!!!
    135.    Der Stahl der Kruppschen Kanonen
    136.    Liberté, Egalité, Fraternité.
    
Anhang    
    Editorische Hinweise
        Textkonstitution
        Apparat
    Verzeichnis der Siglen und Abkürzungen
            
    Apparat     
    Gedichte 1849-1875
    Nachgelassene Gedichte    
        Jugendgedichte
        Gedichte an Personen
        Politische Gedichte bis 1848
        Politische Gedichte nach 1848
        Sonstige späte Gedichte
        Album- und Widmungsverse
        Epigramme und Xenien
    Nachgelassene Aphorismen und Reflexionen
        
Namenregister
Konkordanz der Neuen Gedichte zu Lyrik I und Lyrik II
Verzeichnis der Überschriften und Anfangszeilen
Inhaltsverzeichnis

Georg Herwegh

Am Steinberg 104 B, 13086 Berlin Tel. 030 - 472 38 50, Fax: , E-Mail: he.stein@t-online.de