- GEORG HERWEGH - Flugschriften | WERKAUSGABEN

Georg Herwegh - Werke und Briefe. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe

Die deutsche Flotte 1841

Das Gedicht „Die deutsche Flotte“ entstand im Juni 1841 und wurde in dieser Flugschrift erstmalig abgedruckt. Herwegh schreibt dazu am 21. Juni 1841 an einen Verleger: „Ich habe in den letzten Tagen ein Gedicht ,Die deutsche Flotte‘ entworfen, dessen Thema im gegenwärtigen Augenblick wohl allgemein ansprechen dürfte. Dasselbe sollte in etwa 12 Tagen zur sechshundertj. Jubelfeier der Stiftung des Hanseatischen Bundes erscheinen, u. ich erlaube mir, Ihnen den Verlag desselben zu offeriren: Es beträgt, hübsch gedruckt, nicht mehr als einen Bogen, gehört zu meinen gelungensten Produktionen u. wird bei aller Freiheit der Gedanken als Verherrlichung des deutschen Volkes bei der Censur keinerlei Anstand finden.“ (Band 5, S. 35f.) Herwegh hatte damit als einer der ersten Literaten im Sinne der nationalen Einheitsidee den Flottengedanken thematisiert. Das Gedicht löste eine ganze Flut von patriotischen „Flottengedichten“ aus. (Vgl. Band 1, S. 481.) [ansehen]



Herweghs Brief an den preußischen König 1842

Herwegh hatte – seine Verhaftung befürchtend – eine Abschrift des privaten Schreibens an Friedrich Wilhelm IV. (Königsberg, Dez. 1842, nachzulesen in Band 5, S. 77) bei Freunden deponiert. Ludwig Walesrode informierte ihn im Brief v. 13. Dez. 1842 (Brautbriefe, S. 268-270), daß durch die Unvorsichtigkeit Jachmanns das Schreiben der Öffentlichkeit in die Hände gefallen sei, unzählige Abschriften zirkulierten und es nicht mehr in der Gewalt der Freunde stehe, die Veröffentlichung durch deutsche Zeitungen zu unterdrücken. Aufgrund der Veröffentlichung des Briefes in der Beilage der LAZ am 24. Dez. 1842 wurde Herwegh am 28. Dez. aus Preußen ausgewiesen und hatte das Land am 29. Dez. 1842 verlassen. Herwegh hat sich von der Veröffentlichung des Briefes distanziert. Auch der Reclam-Verlag brachte ihn zudem als Flugblatt heraus. (Vgl. Band 5, S. 349.) [ansehen]



Flugblatt Mai 1847, gesandt an Kultusminister Eichhorn

Das Flugblatt, adressiert an den preußischen Kultusminister, Johann Albrecht Friedrich von Eichhorn, wurde in Sarcelles aufgegeben. Dort wohnten 1846-1847 Börnstein und Bernays (vgl. Heinrich Börnstein: Fünfundsiebzig Jahre in der Alten und Neuen Welt. Memoiren eines Unbedeutenden, Bd. 1, Leipzig 1881 S. 372), die zusammen ein Korrespondenzbüro mit eigener Druckerei in Paris unterhielten. Herwegh war mit ihnen gut bekannt. Es ist anzunehmen, daß Ferdinand Cölestin Bernays oder Heinrich Börnstein die Flugblatt-Adresse geschrieben haben (ein Handschriftenvergleich wurde bisher noch nicht durchgeführt, um diese Vermutung zu untermauern). Höchstwahrscheinlich wurde das Blatt auch bei ihnen gedruckt. Das Gedicht ist nachzulesen in Band 1, S. 249. [ansehen]



Huldigung 1848

Das Gedicht „Huldigung“, hier als „vom Verfasser selbst verbesserte Ausgabe“ im Verlag Reuter & Stargardt (Berlin) erschienen und bei J. C. Fuchs (Berlin) gedruckt, entstand am 9. August 1848. Anlaß war die feierliche Amtseinführung des österreichischen Erzherzogs Johann als Reichsverweser Deutschlands in der Paulskirche am 12. Juli 1848. Das Gedicht ist formal als auch inhaltlich eine Auseinandersetzung mit dem politischen Preisgedicht „Dem Erzherzog Reichsverweser. Zum Willkomm“ von Franz Dingelstedt. Zum ersten Mal veröffentlicht wurde es in: Die Reform. Politische Zeitung, Berlin, Nr. 124 v. 15. Aug. 1848, S. 1005 f. (Vgl. Band 1, S. 833 ff.) Nachzulesen ist es in Band 1, S. 263 ff. [ansehen]



Zwei Preussenlieder 1848

Unter dem Titel „Zwei Preussenlieder“ (Verlag: E. D. Weller, Leipzig u. Druck: E. W. Vollrath, Leipzig) erschienen zwei Gedichte: „I. An Borussia“ (entstanden Febr./Apr. 1847) und „II. L’état c’est moi!“ (entstanden am 26. April 1846). „An Borussia“ wurde zum ersten Mal in den „Pariser Horen“ (April 1847, S. 233-235) ohne Titel veröffentlicht. „L’état c’est moi!“ erschien zum ersten Mal in den „Pariser Horen“ (Mai 1847, S. 292-294) und wurde in „Neue Gedichte“ unter dem Titel „Ordonnanzen!“ abgedruckt. (Vgl. Band 1, S. 815 ff. u. S. 821 ff.) [ansehen]



Zum Kadettenfest in Zürich 1856

„Zum Kadettenfest in Zürich“ 1856, hier als Extra-Abdruck aus dem Intelligenzblatt der Stadt und Landschaft Zürich v. 2. Sept. 1856. [ansehen]


Zum eidgenössischen Schützenfest, Juli 1859

Dieses Flugblatt „Zum eidgenössischen Schützenfest vom 3. bis 12. Juli 1859“ ist ein Extra-Abdruck aus dem Zürcher Intelligenz-Blatt v. 3. Juli 1859 (Herwegh-Archiv Liestal ZH 4). [ansehen]



Die Schillerfeier in Zürich 1859

Herwegh schreibt den Festprolog für die Schillerfeier in Zürich und trägt diesen am 10. November 1859 öffentlich vor. Ein Separatdruck erscheint noch im gleichen Jahr.



Wilhelm der Raßler 1865

„Wilhelm der Raßler, oder Viel Lärmen um Nichts“ (Juli 1865) fand später Aufnahme in „Neue Gedichte“, S. 134 ff. Karl August Varnhagen von Ense notierte dazu (Tagebücher, Bd. 13, Leipzig 1870, S. 178) am Freitag, 10 Oktober 1856: „Aus der Schweiz ist hier ein Gedicht in vielen Abdrücken unter Kreuzband angelangt, das die Neuenburger Sache grausam verspotten und dabei dem König heillos mitspielen soll, die Angriffe gegen ihn seien die blutigsten und schmerzlichsten, die man sich denken könne, und vermuthet, daß Georg Herwegh der Verfasser sei. Die Polizei stellt den Abdrücken eifrigst nach. -" [ansehen]

Georg Herwegh

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